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Klitzeklein
Was ist wirklich sinnvoll in der Babypflege?


1. Baden & waschen

Babys dürfen baden, sobald der Nabelrest vollständig abgefallen ist. Dies sollte in einem warmen Raum ohne Zugluft vor sich gehen. Also Badezimmertür zu und Heizung an. Worin genau Du Dein Baby badest, bleibt Euch zweien und Euren Bedürfnissen überlassen. Badeeimer, Wanne oder Zuber – achte jedenfalls darauf, dass die ganze Prozedur auch für Dich bequem ist und Dein Rücken mitmacht.

Die Temperatur des Badewassers sollte für Babys ca. 37-38 Grad betragen. Überprüfe das mit einem Badethermometer. Auf Seife oder Schaum aber besser verzichten, es sei denn, Du findest etwas mit einem ph-Wert von 5,5, das ist dann okay – andere Badezusätze können die empfindliche Babyhaut reizen.

Ach so: die Wassertiefe. Dein Baby muss noch nicht baden wie ein Erwachsener (also bis dass das Wasser im Liegen ans Kinn heranreicht). Überhaupt wird Dein Baby in Wanne oder Eimer eher sitzen und dabei von Dir festgehalten werden. Eine Wassertiefe von 10-15 Zentimetern reicht.

Aber: Immer daran, denken, dass Wasser die Haut Deines Babys aufquellen und austrocknen lässt. 2-3 Mal Baden in der Woche genügt deshalb. Hinterher cremen nicht vergessen, siehe Punkt 2.

2. Eincremen

Babyhaut ist tatsächlich fünf Mal dünner als Erwachsenenhaut. Also extrem sensibel und anfällig für mechanische und chemische Reizung. Das muss man bei der Pflege unbedingt im Hinterkopf behalten. Daher ist es eigentlich immer ratsam, man greift hier zu sanften und möglichst natürlichen Produkten.

Ganz wichtig sind die rückfettenden Eigenschaften der Creme oder Lotion bzw. des Öls. (Hast Du vielleicht selbst schon mal bemerkt, wenn Du Dich mit einem nicht-rückfettenden Duschgel/einer nicht-rückfettenden Seife gewaschen hast und wie sich Deine Haut danach angefühlt hat… war irgendwie ganz schön ausgelaugt, stimmt’s?).

Täglich cremen sollte schon drin sein. Im Winter natürlich auch gern zwei Mal am Tag, und nach dem Baden sowieso. Positiv: Der zusätzliche Hautkontakt, der dabei zwischen Dir und Deinem Baby stattfindet!

3. Kopf und Haare

Bei ganz kleinen Säuglingen reicht es, mit einem Waschlappen über das Köpfchen zu streichen. Ein Shampoo ist nur dann vonnöten, wenn Dein Baby schon richtig viele und lange Haare hat. Es sollte dann ein spezielles und ganz mildes Babyshampoo sein.

Bürsten tut Babys mit “Mähnen”, aber auch kleinen „Kahlköpfen“ gut: Denn eine Babyhaarbürste mit weichen Borsten regt immer die Durchblutung der Kopfhaut an.

Aufpassen beim sogenannten „Milchschorf“, das sind weiße bis gelbliche Krusten auf der Kopfhaut und im Gesicht, die etwa um den 3. Lebensmonat herum entstehen können: Hier solltest Du keine Bürste benutzen, sondern statt dessen den Kopf Deines Kindes mit einem wohltuenden Öl (Babyöl, aber sogar Olivenöl tut seinen Dienst, wenn Du nichts anderes zur Hand hast) einreiben und dieses über Nacht einziehen lassen. Am nächsten Morgen haben sich die Schuppen des Milchschorfs dann oft gelöst, so dass Du sie ganz vorsichtig entfernen kannst.

4. Wunder Po

Durch die Windel und alle darin landenden Ausscheidungen ist ein Babypo besonders leicht reizbar. Das feucht-warme Milieu ist nämlich leider der perfekte Nährboden für Bakterien und Pilze. Deshalb muss die Windel wirklich mehrfach am Tag gewechselt werden (etwa 4-6 Mal, manche Eltern kommen auf bis zu 10 Mal am Tag, je nach „Bedarf“) und der Po muss sauber und trocken sein. Damit kann man fiese Entzündungen ganz gut im Zaum halten.

Und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann der Po wund werden.

Das kann manchmal an der Windel, also am Typ und am Hersteller liegen – hier müsstest Du herumprobieren, welches “Modell” Dein Baby am besten verträgt. (Stoffwindeln vielleicht?) Vielleicht liegt es aber auch gar nicht an der Windel. Manchmal ist auch die Beikost schuld, z.B. “aggressive” Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte. Die wirken sich nämlich auf den Stuhl und dadurch auf den Po aus.

Es kann natürlich auch immer sein, dass Dein Baby vielleicht eine Allergie oder Unverträglichkeit hat und der wunde Po daher kommt. Das findet der Kinderarzt aber heraus.

5. Nägel schneiden

Die allerersten, überstehenden Nägel reiben/wetzen sich von selbst ab. Nur, wenn Dein Baby sich im Schlaf oft kratzt, solltest Du ihm Fäustlinge überziehen. Dann, nach 4-6 Wochen, kannst Du seine Nägel zum ersten Mal schneiden, denn dann sind sie hart genug. Eine spezielle, abgerundete Babynagelschere hilft Dir, gerade zu schneiden, ohne die Haut zu verletzen.

Danach gilt: Babynägel immer kurz und rund halten. Fußnägel etwa zwei Mal im Monat schneiden, um ein schmerzhaftes Einwachsen zu verhindern.

Nicht alle Kinder mögen das Nägelschneiden und manche entwickeln sogar eine ausgesprochene Angst davor, vor allem, wenn man doch mal versehentlich abgerutscht ist und Blut geflossen ist (das passiert manchmal! Egal, wie sehr man sich Mühe gibt und sich konzentriert und sein Kind natürlich nicht verletzen will! Also am besten gleich mit Watte stillen, pusten und Pflaster drauf).

Deshalb kannst Du versuchen, Deinem Kind die Nägel zu kürzen, während es schläft … bisschen tricky, soll sich aber in vielen Fällen bewährt haben.

Hast Du noch weitere Tipps aus Deiner privaten “Baby-Praxis”? Dann hinterlasse unter diesem Artikel doch einen Kommentar. Viele Neu-Mamis werden sich darüber freuen.

 

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