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Allgemein, Inspirationen
Drei Bilderbücher, die Du lieben wirst!

Wer kennt sie nicht? Bilderbücher wie Die kleine Raupe Nimmersatt, Der Regenbogenfisch oder Max und Moritz haben unsere Kindheit begleitet und waren unsere absoluten Lieblinge. Deshalb haben wir uns für Dich auf die Suche gemacht und drei aktuelle Bilderbücher entdeckt, die jetzt schon kultverdächtig sind.

1.) Strandgut (David Wiesner)

Dieses Bilderbuch kommt beim Erzählen der Geschichte ganz ohne Worte aus und beweist dabei einmal mehr, dass die Fantasie von Kindern die schönsten Geschichten schreibt.

In David Wiesners Bildergeschichte findet ein Junge Urlaub mit seinen Eltern am Strand eine mysteriöse Kamera. Die ist mit Muscheln überkrustet und scheint sehr sehr alt zu sein. In ihr findet er einen Film und lässt ihn ungeduldig entwickeln. Was er auf den Fotos sieht, ist so fantastisch, dass er es kaum fassen kann: Muschelstädte, Seepferdchenwälder, Tintenfische, die sich aus einem gesunkenen Umzugscontainer ein bürgerliches Wohnzimmer aufgebaut haben und Seesterne, die so riesig sind, dass ihre Rücken aus dem Wasser ragen und zu bewachsenen Inseln wurden.

Auf der letzten Fotografie ist ein Kind abgebildet, das ein Foto in der Hand hält. Auf diesem Foto ist wiederum ein Kind abgebildet, dass ein weiteres Foto in der Hand hält und so weiter. Jedes der Kinder steht am Saum des Meeres. So weiß der Junge, was er zu tun hat. Auch er wird Geschichte werden. Er nimmt er das Foto, das alle Kinder vereint in die Hand und fotografiert sich vor dem Meer. Danach wirft er die Kamera zurück in die See und schickt sie auf die spannende Reise zum nächsten Kind.

Strandgut



3.) Papilios Welt (Elisabeth Steinkellner)

In poetischem Ton erzählt dieses wundervolle Buch die Geschichte von der Kraft der Fantasie, von Offenheit, Freude und dem Wert des Zusammenlebens in Vielfalt.

Die Hauptfigur in Elisabeth Steinkellners Buch ist ein kleiner Junge Namens Papilio. „Der Frühling ist da!“ ruft dieser, breitet die Arme aus und wartet auf den Wind, der ihn durch die Straßen trägt. „Komm mit!“, ruft Papilio dem Mann mit dem Dackel, dem Mädchen mit den Sommersprossen, der Seiltänzerin und der Barfußgeherin zu. Alle folgen ihm und hören zu, wie Papilio von seiner Welt erzählt.


Papilios Welt


Das Besondere an Papilios Welt ist, dass hier jeder macht, was er am liebsten mag: Jeder lebt dort, wo er sich zu Hause fühlt; kocht, was ihm am besten schmeckt; arbeitet, was er am liebsten mag und geht, wohin sein Herz ihn führt. Verrückte Ideen meinen die einen, da fehlt das Sicherheitsnetz, meint Seiltänzerin. Doch das Mädchen mit den Sommersprossen glaubt an eine Welt, in der all das möglich ist und wartet gemeinsam mit Papilio auf den Wind.


3.) Die große Wörterfabrik (Agnès de Lestrade, Valeria Docampo)

Ein bezauberndes Buch über die Liebe und Wert der Sprache.

Im sonderbaren Land der großen Wörterfabrik von Agnès de Lestrade muss man Wörter erst kaufen, bevor mann sie aussprechen kann. Reiche Leute können sich ganz besonders tolle Wörter kaufen, währen die anderen Menschen sehen müssen, wie sie unentgeltlich an Wörter kommen. Doch die meisten Wege sich Wörter auf diese Weise zu beschaffen sind nicht besonders ergiebig. Durchsucht man zum Beispiel Mülleimer, dann findet man lediglich Wörter wie „Hundekacka“ und „Hasenpipi“ und Sommerschlussverkauf sind die Wörter zwar billiger zu haben aber oft so exotisch, dass man mit ihnen nichts anfangen kann. Nur manchmal fliegen Wörter durch die Luft, die Kinder dann mit ihren Schmetterlingsnetzen einfangen.

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In diesem Land verliebt sich der kleine Paul in die hübsche Marie und braucht ganz dringend Wörter, um ihr Herz zu gewinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass er einen reichem Konkurrenten hat, der Marie zum Geburtstag die Wörter „Ich liebe dich von ganzem Herzen, meine Marie. Eines Tages, das weiß ich, werden wir heiraten“ schenkt. Wie soll er das nur toppen? So viele tolle Wörter kann er sich gar nicht leisten. Er wird sich hoffnungslos blamieren. Doch Paul nimmt seinen ganzen Mut zusammen und schenkt Marie seine drei schönsten Wörter: „Kirsche, Staub, Stuhl“.

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