Mama_liest_Baby_eine-Geschichte_vor
Kindheit, ahoi!
Kinderbuchklassiker, Folge 3

Mira Lobe und Susi Weigel
Das kleine Ich bin Ich (1972)

Das kleine Ich-bin-ich ist ein kleines, nicht näher bestimmbares, lustig-buntes Tier. Ja, aber was für eins GENAU? Das weiß es selber nicht. Deswegen spaziert es über die Blumenweise und fragt jeden, dem es begegnet, z.B. den Frosch, das Pferd, die Vögel usw., ob sie wüssten, welches Tier es ist. Doch keiner weiß es. Das kleine-Ich-bin-ich ist verwirrt und fragt sich: “Ob’s mich etwa gar nicht gibt?” Plötzlich trifft es die Erkenntnis wie ein Blitz. Es erkennt: „Sicherlich – gibt es mich: – Ich bin ich!“. Das kleine Ich-bin-ich freut sich und erzählt allen anderen Tieren gleich von seiner Entdeckung.

Ein ganz wichtiges, lehrreiches Buch, das Kindern hilft, die eigene Identität zu erkennen und anzunehmen.


Kirsten Boie

Der kleine Ritter Trenk (2006)

Hui, das waren noch andere Sitten im “finsteren” Mittelalter: Zum Beispiel gehörten alle Bauern ihrem Ritter und kein bisschen sich selbst. Ungerecht? Schon. Das findet auch der Bauernjunge Trenk. Er will es einmal besser haben als sein Vater, der schon wieder auf der Burg Schläge bekommen soll. Und so bricht Trenk mit seinem Ferkelchen am Strick auf in die Stadt, um dort sein Glück zu machen. Nur – die Sache mit dem Glück ist nicht ganz so einfach, wie Trenk sich das vorstellt. Auf seinem Weg trifft er aber allerhand Freunde, die ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen …

Ein zauberhaftes Buch über Gerechtigkeit und Freiheit. Mehr Geschichten aus der Feder der Autorin Kirsten Boie über ihren kleinen Ritter Trenk gibt es in einer ganzen Reihe erfolgreicher Fortsetzungsbände!


Klaus Baumgart
Lauras Stern (1996)

Unglaublich, aber die Geschichte von Laura und ihrem Stern gibt es bereits fast 20 Jahre, sie hat also schon mehrere Generationen von Kindern begeistert! Aber warum eigentlich? Im Zentrum steht einfach ein grundlegendes Problem ganz vieler Kinder: Das Nicht-Einschlafen-, oder auch Nicht-Durchschlafen-Können.

Die kleine Laura, Protagonistin der Geschichte, ist oft noch wach, wenn sie eigentlich schlafen sollte. Eines Abends sieht sie einen Stern auf den Bürgersteig vor ihrem Fenster fallen. Sie holt ihn zu sich ins Zimmer und verarztet ihn, da ihm beim Sturz vom Himmel eine Zacke abgebrochen ist. Am nächsten Morgen muss Laura enttäuscht feststellen, dass ihr neuer Freund verschwunden ist. Hat sie vielleicht alles nur geträumt? Sie ist untröstlich. Wird Laura „ihren“ Stern wiederfinden?


Hans Limmer und Lennart Osbeck
Mein Esel Benjamin (1968)

Ein Klassiker, und das schon seit über 45 Jahren, ist diese Geschichte von der kleinen Susi, die auf einer kleinen Insel im Mittelmeer wohnt, zusammen mit ihrem Papa, ihrer Mama, ihrem Schwesterchen Angelika und – na klar, dem Esel Benjamin. Benjamin wohnt bei ihnen seit dem Tag, an dem Susi ihn gefunden hat. In diesem Buch erzählt sie die wunderbare Geschichte: wie Benjamin zu ihr nach Hause kam, was sie alles zusammen gemacht haben und von dem großen Abenteuer, das sie zusammen erlebten.

Toll an “Mein Esel Benjamin” ist, dass hier die ganz besondere Beziehung zwischen Kindern und Tieren im Mittelpunkt steht und gezeigt wird, dass Tiere wunderbare Gefährten sein können, die Freude schenken und die es mit Respekt zu behandeln gilt.



Martin Waddell und Barbara Firth
Kannst Du nicht schlafen, kleiner Bär? (1989)

Ein perfektes Buch, um abends eine entspannte Atmosphäre zu erzeugen und Euer Gute-Nacht-Ritual zu bereichern: Denn der kleine Bär, um den es in dieser liebevollen Geschichte geht, hat – ähnlich wie Laura aus “Lauras Stern” – Probleme mit dem Einschlafen. Vor allem die Dunkelheit macht ihm Angst! Der große Bär aber (in dem sich Mamas sicherlich wiedererkennen werden), weiß, was zu tun ist. Zum Beispiel zeigt er dem kleinen Bären, dass die Dunkelheit mit Mond und Sternen auch schön und andächtig sein kann. Am Ende ist der kleine Bär beruhigt und fühlt sich geborgen. Und schläft nun viiiiiiel lieber ein.

Gunilla Bergström
Willi Wiberg-Reihe (seit 1972)

oooooooDie Bücher zeichnen sich durch ihr tiefes Verständnis für die Welt der Kinder mit ihren Problemen und besonderen Freuden aus. Auf Idealisierung der Kindheit wird verzichtet, Probleme werden kindgerecht nachempfunden, dargestellt und gelöst. Die Direktheit der Illustrationen bewirkt, dass Kinder und Erwachsene die Figur des Willi unmittelbar in ihr Herz schließen. Mit Unterstützung durch die Lebensweisheit des Vaters wird dem Kind der Weg zu eigenen Erfahrungen, auch zu Fehlern und dem Darauslernen, geöffnet.



 

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